FAQ

Was ist oxidierte Cellulose und wie funktionieren die resorbierbaren Hämostatika von Traumastem?

Oxidierte Cellulose ist ein natürliches Material, das durch die Oxidation von hochwertiger, langfaseriger Baumwolle gewonnen wird. Wenn sie mit Blut in Kontakt kommt, bildet sie schnell ein klebriges Gel, das die Bildung von Blutgerinnseln unterstützt, die Adhäsion von Blutplättchen fördert und bei der lokalen Kontrolle von kapillaren, venösen sowie geringfügigen arteriellen Blutungen hilft. Resorbierbare Hämostatika Traumastem auf Basis oxidierter Cellulose werden innerhalb weniger Tage sicher vom Körper abgebaut.

Was ist der Unterschied zwischen oxidierter Cellulose (OC) und oxidierter regenerierter Cellulose (ORC)?

Der wesentliche Unterschied zwischen oxidierter Cellulose (OC, in der wissenschaftlichen Literatur manchmal auch als ONRC – Oxidized Non-Regenerated Cellulose – bezeichnet) und oxidierter regenerierter Cellulose (ORC) liegt in ihrem Ursprung und im Herstellungsprozess. OC – wie sie beispielsweise in der Produktlinie Traumastem verwendet wird – wird direkt aus natürlichen Fasern hergestellt, typischerweise aus hochwertiger Baumwolle, während ORC aus Cellulose gewonnen wird, die vor der Oxidation einen chemischen Verarbeitungs- und Regenerationsprozess durchläuft. Obwohl die beiden Materialien aus unterschiedlichen Quellen stammen, beruhen sie auf demselben hämostatischen Wirkprinzip, und OC bietet eine vergleichbare Wirksamkeit, ohne auf chemisch modifiziertes Ausgangsmaterial angewiesen zu sein.

Besitzen Traumastem-Hämostatika antimikrobielle Eigenschaften?

Ja. Traumastem-Hämostatika zeigen aufgrund des niedrigen pH-Werts der oxidierten Cellulose eine natürliche antimikrobielle Aktivität. Diese Aktivität wurde in vitro gegen ein breites Spektrum von Mikroorganismen nachgewiesen, darunter grampositive und gramnegative Bakterien, Anaerobier, Hefen, Schimmelpilze sowie antibiotikaresistente Bakterienstämme wie MRSA, MRSE und VRE. Es ist wichtig zu beachten, dass Traumastem nur lokal wirkt und eine systemische Antibiotikatherapie nicht ersetzt.

In welchen chirurgischen Fachgebieten können Traumastem-Hämostatika eingesetzt werden?

Traumastem-Hämostatika eignen sich für ein breites Spektrum chirurgischer Fachgebiete, in denen eine schnelle und zuverlässige lokale Blutstillung erforderlich ist. Sie werden in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Unfallchirurgie, der Gefäßchirurgie, der Gynäkologie, der Urologie, der HNO-Chirurgie, der Thorax- und Herzchirurgie, der Neurochirurgie sowie in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie eingesetzt.

Sie können bei offenen, minimalinvasiven und endoskopischen Eingriffen angewendet werden, überall dort, wo eine standardmäßige mechanische Hämostase nicht ausreicht oder nur schwer durchzuführen ist.

Wie sollten Traumastem-Hämostatika angewendet werden?

Traumastem-Hämostatika werden direkt auf die Blutungsstelle aufgebracht – idealerweise auf eine trockene und entsprechend vorbereitete Wundoberfläche – und anschließend leicht angedrückt, um einen guten Kontakt mit dem Gewebe sicherzustellen. Für eine wirksame lokale Blutstillung sollte nur die minimal erforderliche Menge des Hämostyptikums verwendet werden.

Können Traumastem-Hämostatika in der Wunde belassen werden?

Traumastem-Hämostatika sind vollständig resorbierbar und werden bei korrekter Anwendung an der Applikationsstelle allmählich vom Körper abgebaut. Dennoch wird das Belassen in der Wunde nicht immer empfohlen. Nachdem die Blutung gestillt wurde, ist es in der Regel ratsam, das Hämostatikum zu entfernen, sofern dies möglich ist.

Wenn der behandelnde Arzt entscheidet, dass es für den jeweiligen Eingriff vorteilhaft ist, eine kleine Menge des hämostatischen Materials an Ort und Stelle zu belassen, ist dies zulässig.

Das Produkt ist biologisch abbaubar und wird vom Körper auf natürliche Weise resorbiert. Es sollte jedoch nicht in kontaminierten oder nicht blutenden, exsudierenden Bereichen belassen werden, da andere Körperflüssigkeiten als Blut seine Wirkung und den biologischen Abbau verlangsamen können.

Weitere Hinweise zur sicheren Anwendung finden Sie in der Gebrauchsanweisung des Produkts.

Ersetzen Traumastem-Hämostatika die üblichen chirurgischen Techniken?

Nein. Traumastem-Hämostatika sind Hilfsmittel zur Kontrolle kapillärer, venöser und geringfügiger arterieller Blutungen. Sie ersetzen nicht die üblichen chirurgischen Methoden wie Naht, Ligatur oder Kauterisation, die bei stärkeren Blutungen erforderlich sind. Das Produkt ist kein Ersatz für eine sorgfältige chirurgische Technik.